Besidecharaktere
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Maik Harris, geboren am 28.März,
19 Jahre alt, Mensch
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Mit 17 haben mich meine Eltern rausgeschmissen.
Ich habe damals viel Mist gebaut, schwänzte die Schule,
klaute und wurde gewalttätig. Mein Bruder nahm mich für eine Zeit lang bei sich auf. Doch irgendwann
bin ich auch da weg. Ich wollte nicht mehr von jemandem abhängig sein müssen. Ich lernte alleine,
was es heißt, selbstständig zu sein. Außerdem lernte ich, mein Leben mehr zu schätzen. Die Dinge,
die ich damals gemacht hatte, tat ich hauptsächlich, um irgendwo dazu zu gehören.
Heute brauche ich das nicht mehr, denn ich benötige niemanden – bloß mich selbst. Ich brauchte lange,
um zu begreifen, dass es im Leben einzig und allein darauf ankommt, zufrieden mit sich selbst zu sein.
Das kann ich heute noch nicht von mir behaupten. Jedoch weiß ich jetzt, dass es mich nicht zu interessieren hat,
was andere von mir halten. Ich wiederholte ein Jahr an der Schule und bin heute Jahrgangsbester.
Mein Leben habe ich soweit in den Griff bekommen. Anders sieht es in Sachen Beziehungen und sozialer
Kontakte aus. Ich gebe mich nicht gerne mit Menschen unter meinem Niveau ab. Und da es in meiner Umgebung
nur so von Leuten dieser Gruppe wimmelt, beschäftige ich mich anderweitig.
Man sagt, dass Sex eine therapeutische Wirkung haben kann. Wahrscheinlich bin ich viel zu arrogant,
um eine Beziehung einzugehen. Ich kann mir nicht vorstellen, jemanden auch nur ansatzweise glücklich
machen zu können. Niemand erträgt mich besonders lange. Deshalb kann ich auch nicht verstehen,
weshalb ich an meiner Schule für begehrenswert gehalten werde. Die haben doch alle keine Ahnung.
Ich würde nicht mal auf die Idee kommen, einen meiner kostbaren Abende zu verschwenden, um auch nur
eine Person an meiner Schule kennenzulernen. Ich bin mir sicher, dass es Zeitvergeudung wäre.
Meine Ansprüche sind ziemlich hoch und da kann keiner von denen mithalten. Mal abgesehen davon,
dass niemand mir das Wasser reichen kann.
Ryan zeigte mir jedoch, dass man nicht unbedingt ein Genie sein muss,
um mein Interesse zu wecken.
Vielleicht schaffen das ja auch andere. Möglicherweise auch
eine Zoey Green.
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Brendon Dave Cook, geboren am 18.Mai,
26 Jahre alt, Mensch
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Ich war schon immer alleine. Brauchte weder Nähe noch Liebe.
Meine Mutter bereut mich und das ließ sie mich auch mein Leben lang fühlen.
Ich bin bloß das Endergebnis einer kurzen, belanglosen Affäre. Nichts weiter.
In mir sieht sie wohl meinen Vater — wenn man ihn so schimpfen darf.
Mein Verhältnis zu ihm ist miserabel. Das Einzige, was mich mit ihm verbindet ist Ryan.
Er ist zwar nur mein Halbbruder, aber ich liebe ihn und spiele auch gerne den großen Bruder für ihn.
Deshalb freue ich mich immer sehr, wenn er mich in L.A. besuchen kommt.
Beim letzten Mal hatte er sogar eine kleine Überraschung mitgebracht.
In Kazukis Gegenwart fühle ich mich wohl. Er gibt mir ein Gefühl, das ich vorher nicht kannte.
Als ob meine Geburt doch kein fataler Fehler und tausend Schritte in die falsche Richtung gewesen wäre.
Ich muss zugeben, dass es sich schön angefühlt hat, solange es anhielt.
Doch nun ist er fort und ich kann es ihm nicht verübeln. Er verdient etwas Besseres.
Jemanden, der ihn aufrichtig liebt und schätzt. Und nicht jemanden wie mich, der ihm bloß zu seinem
Besten vorspielt, irgendwelche Gefühle zu empfinden. Ich bin nicht für die Liebe geschaffen. Ich weiß ja
nicht einmal, was das sein soll. Ich bekam nie welche zu spüren. Und dann kam er und stellte meine
Welt völlig auf den Kopf. Irgendetwas empfinde ich wohl für ihn. Es ist vielleicht das Gefühl von Aufregung
und Neugier. Und darum wollte ich ihn. Aber das ist sicher nicht mit Liebe zu vergleichen.
Für mich ist Liebe eine Assoziation für Versprechen, Langfristigkeit und Monotonie.
Und da möchte ich nicht eingeschlossen werden. Bisher kam ich immer mit meinem Leben und
meiner Lebensweise zurecht. Ich vermisse nichts.
Und solange das der Fall ist,
brauche ich diese scheinheilige Liebe nicht.
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Viole Liv Marchese, geboren 1482,
528 Jahre alt, Aussehen einer 19-jährigen, Vampir
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Ich lebe länger als Michelangelo tot ist. Ich wandere länger durch die
Weltgeschichte als die Entdeckung Nordamerikas durch Kolumbus. Ich habe den Einfluss Marin Luthers länger
mitbekommen als viele anderen. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin sehr alt.
Und allen Naturgesetzen zum Trotz sehe ich blendend aus.
Mit 19 Jahren erkrankte ich an der Influenza, die sich Anfang des 16.Jahrhunderts über viele Teile Europas ausbreitete.
Ich lag bereits im Sterben als man mich aus unserem Landhaus holte. Ich war bereit zu gehen, hatte mit meinem Leben
abgeschlossen. Doch er hatte andere Pläne für mich. Er machte mich ungefragt zu seinesgleichen.
Seither sind viele Jahrhunderte vergangen. Und ich verabscheue dieses ewige Leben. Ich habe schon lange keinen Gefallen mehr daran.
Ich habe bereits alles getan, was man in solch einem Leben hätte tun künnen. Die ganze Welt habe ich bereist,
viele verschiedene Persvnlichkeiten kennengelernt und alle möglichen Berufe ausprobiert. Und nun gibt es nichts mehr fvr mich zu tun.
Ich vertreibe mir die Zeit mit vielen Affären und Sex. Aber das konnte mich auf Dauer noch nie befriedigen.
Ich brauche etwas Neues. Ich brauche das Gefühl von Zerstreuung. Ich kehrte also in die Staaten zurück. Aber nicht allein
aus diesem Grund. Ich traf Jamelo wieder. Und obwohl er mir nicht traut, bin ich die einzige,
die genau weiß, dass unser Wiedersehen kein Zufall ist.
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